Hochsensible Persönlichkeiten begegnen uns am Arbeitsplatz, in der Partnerschaft und Familie. Als persönliche Begabung des Therapeuten, Arztes oder Pädagogen ermöglicht Hochsensibilität besondere Empathie.

In unserer Gesellschaft werden empfindsame Menschen ungenügend wertgeschätzt, übersehen und übergangen. Wenn sie als Kinder oder Erwachsene zur Beratung kommen, erkennen geschulte Berater die persönliche Prägung des Ratsuchenden unter Umständen nicht als Normvariante an. Bei verträumten Kindern interpretiert man heutzutage Aufmerksamkeitsdefizite. Eltern, die ein hochbegabtes Kind in der Familie großziehen, stoßen kaum auf Verständnis für die emotionalen Probleme ihres meist hochsensiblen Zöglings. Hochsensible, emotional und sensorisch empfindliche Kinder werden oftmals als behandlungsbedürftig eingestuft und damit ihre besondere Begabung pathologisiert.

Modalitäten der Hochsensibilität individuell und klientenorientiert zu erkennen und anzuerkennen ist Ziel und Inhalt dieses Seminars. Impulse zur persönlichen Reflexion und Leitlinien für den Umgang mit besonders sensiblen Klienten im Kindes- und Jugendalter werden vermittelt. Das Seminar wendet sich an pädiatrisch tätige Ergo-, Physio- und Psychotherapeuten, Pädagogen, Heil- und Sonderpädagogen, Logopäden, Musik- und Lerntherapeuten, Kinderärzte und Frühberater.

Inhalte

  • Die sozio-emotionale Frühentwicklung
  • Sensorische und emotionale Auffälligkeiten
  • Verhaltens- und Lernprobleme hochsensibler Kinder
  • Differenzialkriterien von Hochsensibilität, Aufmerksamkeitsdefizit und sensorischen Integrationsstörungen
  • Einzelsettings und Gruppen in der beruflichen Praxis
  • Richtlinien zum Umgang mit Hochsensibilität